Coverdetail von «Höhenrausch.2»

26. Oktober 2010

Strukturfolie

Die genarbte Oberfläche dieses Covers entstand durch nach dem Druck aufkaschierte transparente Strukturfolie.

Bureau Grotesque, Detail aus «Zeitschrift für Medienwissenschaft»

23. September 2010

Bureau Grotesque

Die Bureau Grotesque, gestaltet 1989 von David Berlow, ist eine Neuinterpretation von Groteskschriften der Sheffielder Schriftgießerei Stephenson Blake. Beim Schriftenlabel Fontbureau (Boston/US) als Auszeichnungsschrift in einer relativ umfangreichen Schriftfamilie erhältlich.

Janson Text, Detail aus «Zeitschrift für Medienwissenschaft»

Janson Text, Detail aus «Max Wechsler - Augenzeugnis»

23. September 2010

Janson Text

Janson Text. Die Vorlagen zu dieser Barock-Antiqua wurden ursprünglich Anton Janson (1620–1687), einem in Holland tätigen deutschen Stempelschneider, zugeschrieben. Manche Schrifthistoriker bestreiten dies und schreiben die Autorenschaft Nicholas Kis, einem ungarischen Schriftschneider, zu. Eine erste Übertragung in eine andere Satztechnik erfuhr die Original-Janson-Antiqua in den 1950er Jahren durch Hermann Zapf. 1985 überarbeitete Adrian Frutiger die Janson für Linotype.

Oranda, Detail aus «Zelluloid»

14. Juli 2010

Oranda

Oranda, gestaltet 1987 von Gerard Unger. Ursprünglich Mitte der 1980er als Hausschrift für den Hersteller von Fotokopierern Océ entwickelt. Die Idee war eine moderne und subtilere Variante eines Typewriter-Fonts: Eng laufend, offener und mit proportionalen Buchstabenabständen. Unger gestaltete eine normalen und fetten Schnitt samt den dazugehörigen Kursiven.

Caspari, Coverdetail aus «Annette Rose – Enyklopädie …»

Caspari, Detail aus «Was ist eine gute Ausstellung»

23. März 2010

Caspari

Der holländische Schriftgestalter Gerard Daniëls (* 1966) begann um 1989 mit den Entwurfsarbeiten für Caspari, als er noch an der «Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten» in Den Haag studierte. 1993 wurde die Schrift bei DTL veröffentlicht. Caspari kann ästhetisch etwa in der Mitte zwischen Gill Sans und Syntax verortet werden, doch ihre Offenheit und klare Formensprache verleihen ihr einen spezifisch holländischen Charakter. Die Schriftfamilie enthält auch sehr schöne Mediaealziffern und echte Kapitälchen, was Anfang der 1990er Jahre bei Serifenlosen eher eine Seltenheit war.

Haarlemmer, Detail aus «Annette Rose – Enzyklopädie der Handhabungen»

22. März 2010

Haarlemmer

Mit der Neuzeichnung der Haarlemmer begann Jan van Krimpen (1892–1952) 1938, als er von der «Vereeniging voor Druk- en Boekkunst» den Auftrag erhielt, für die Neuausgabe der sogenannten «Statenbijbel» eine Schrift zu entwerfen. Nach ersten Probeabzügen wurde das Projekt gestoppt, die Haarlemmer blieb unvollendet. Frank E. Blokland (* 1959) überarbeitete die Schrift 60 Jahre später nach den Originalzeichnungen von Krimpen und versah die Zeichenwege der Schrift mit diversen Schönheitskorrekturen. Neben den Strichstärken optimierte er die Formen und die Zurichtung. Die Schriftfamilie Haarlemmer, deren Ausarbeitung durch technische Einschränkungen und den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nicht möglich war, zeigt so in digitaler Form doch noch ihre Qualität.

Garamond CE, Detail aus «Ilze Orinska – Naturalia»

Stempel Garamond, Detail aus «Rémy Markowitsch – Bibliotherapy»

14. Februar 2010

Garamond

Claude Garamond (1499–1561), ein französischer Schriftgießer, Typograf und Stempelschneider, schuf die nach ihm benannte Garamond um 1530. Seine Antiqua- und Kursivformen orientierten sich an den Schriften, die Francesco Griffo zuvor für den venezianischen Verleger und Drucker Aldus Manutius geschaffen hatte, und an den Alphabeten von Ludovico Vincentino degli Arrighi. die französische Renaissance-Antiqua zeichnet sich durch ein harmonisches Schriftbild und in gedruckter Form durch eine sehr gute Lesbarkeit selbst unterhalb von Lesegrößen aus. Sie wirkt etwas stabiler, ruhiger und gleichmäßiger als die venezianische Renaissance-Antiqua; die Kehlungen ihrer Serifen und die der Dachansätze sind weniger gerundet.

Das Lettische gehört zusammen mit dem Litauischen zum baltischen Sprachzweig der indogermanischen Sprachen, wobei innerhalb dieses Zweigs Lettisch und Litauisch als ost- oder zentralbaltische Idiome einen engeren Zusammenhang aufweisen. Ursprünglich wurde eine an das Niederdeutsche angelehnte Orthographie verwendet, Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch in einer radikalen Rechtschreibreform eine annähernd phonologische Schreibweise eingeführt. Diese verwendet einige diakritische Zeichen, vor allem den Überstrich zur Anzeige eines langen Vokals und das Komma unter einem Konsonanten zur Anzeige der Palatalisierung.