Folio, Detail aus «Shomei Tomatsu – Photographs»

10. November 2012

Folio

Die Folio wurde 1956 von Walter Baum und Dr. Konrad Friedrich Bauer entworfen. Sie entstand etwa zur gleichen Zeit wie die Helvetica (ab 1957) und gehört auch zur Familie der serifenlosen Linear-Antiqua-Schriften. Zu Beginn der Sechzigerjahre griffen die Typographen des öfteren auf historische Grotesk-Schnitte zurück; die Folio gilt als eine Revitalisierung der Breiten Grotesk aus dem Jahr 1867.

Hiragino, Detail aus «Shomei Tomatsu – Photographs»

9. November 2012

Hiragino Kaku

Hiragino Kaku Gothic Pro. Die Hiragino wurde Anfang der 90er Jahre von Jiyukobo, einer der bedeutendsten Typedesigner-Gruppen Japans, entwickelt. Leider wurden nur die nötigsten Schriftschnitte im Betriebssystem von Apple bereitgestellt. Die komplette Familie ist recht groß und besteht insgesamt aus 56 Schnitten. Mehr zur Anwendung von japanischen Fonts von Makoto Watanabe.

Quadraat sans, Detail aus «KWI Bericht»

Quadraat sans, Detail aus «Zeitschrift für Medienwissenschaft»

Quadraat sans, Detail aus «Höhenrausch»

24. September 2012

Quadraat sans

Quadraat sans, gestaltet von Fred Smeijers, Mitbegründer der Designer-Gruppe Quadraat in Arnheim. Den Namen dieser Gruppe erhielt auch seine erste publizierte Schrift: die FF Quadraat, veröffentlicht im Jahre 1992. Erst 1997 fügte Smeijers der Familie eine Sans-Version hinzu. Seit 2004 ist Fred Smeijers Professor für Schrift im Feld digitaler Medien an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Er betreibt das Schriftenlabel ourtype.

Neue Helvetica Pro, Detail aus «Edizioni Periferia 2013»

28. Juni 2012

Neue Helvetica

Neue Helvetica Pro. Die ursprüngliche Helvetica gestaltete der Grafiker Max Miedinger. Sie wurde 1957 von Linotype auf den Markt gebracht. 1983 entwarf die D. Stempel AG die Schriftfamilie Neue Helvetica. Dafür wurden die historisch gewachsenen und nicht immer zueinander passenden Schnitte neu gezeichnet und besser aufeinander abgestimmt. Seit 2004 gibt es die Neue Helvetica Pro als OpenType-Font in 51 verschiedenen Schnitten.

Dada Grotesk, Detail aus «Klaus Lutz - Im Universum»

14. Juni 2012

Dada Grotesk

Die Schrift Dada Grotesk wurde 2005 von Alexandre Dimos and Gaël Etienne (Studio deValence, Paris) für die Gestaltung der DADA-Ausstellung 2005/06 im Centre Pompidou in Paris entworfen. Sie basiert auf der Schrift Aurora, die 1918 für eine Ausgabe des Magazins Dada Paris verwendet wurde.

Swift, Detail aus «Klaus Lutz - Im Universum»

Swift, Detail aus «Louise Bourgeois – Intime Abstraktionen»

13. Juni 2012

Swift

Die Swift war eine der ersten Digitalschriften für den Zeitungsdruck. Entworfen wurde sie 1985 vom holländischen Schriftgestalter Gerard Ungers (*1942) mit kräftigen Serifen. Ihre hohen Mittelhöhen betonen optisch die Horizontale und geben der Swift ein sehr klares Schriftbild. Namensgeber ist der Mauersegler, an dessen Flugbögen manche Kontur der Swift erinnern soll.

Nobel, Detail aus «Ilze Orinska – Labor Manuum»

23. Mai 2012

Nobel

Sjoerd Hendrik de Roos (1877–1962) gilt als der erste professionelle Schriftentwerfer Hollands. Seine Schrift Nobel entstand um 1929 als Antwort auf Futura und Berthold Grotesk. Sie war landesweit erfolgreich und wurde bis in die 1960er Jahre in vielen holländischen Bleisetzereien eingesetzt. Nach historischen Vorlagen von de Roos wurde die Schrift unter dem Namen DTL Nobel von Andrea Fuchs und Fred Smeijers in den Jahren 1990–1993 für die Dutch Type Library adaptiert und zur Schriftfamilie ausgebaut. Auch Font Bureau veröffentliche 1993 eine Neuinterpretation der Nobel in 18 Schnitten von Tobias Frere-Jones.